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Die Entwicklung zu einem weltlichen Werteunterricht ist in Niedersachsen schon ein Stück weiter gediehen als in NRW. Die Informationen darüber geben wir nachfolgend gern weiter.


Gemeinsamer Aufruf des Humanistischen Verbandes Niedersachsen K.d.ö.R. und des Fachverbandes Werte und Normen – ethische und humanistische Bildung in Niedersachsen e.V.

In die niedersächsische Bildungspolitik ist Bewegung gekommen. Es gibt offenbar die Überlegung, im Rahmen eines kleinen Schulversuches das Fach Werte und Normen an Grundschulen probeweise einzuführen.

Diese Testphase soll bereits im Schuljahr 2017 / 2018 beginnen. Perspektivisch könnte dann das Fach Werte und Normen als Alternative zum Religionsunterricht ab dem Schuljahr 2018 / 2019 als ordentliches Ersatzfach in der Grundschule eingeführt werden. Diese Öffnung gegenüber der Vielfalt von Religionen und Weltanschauungen an Grundschulen begrüßen wir sehr.

Es ist jedoch zu vermuten, dass die Einführung als ordentliches Ersatzfach nur dann realisiert wird, wenn sich genügend Grundschulen am „kleinen Schulversuch" beteiligen.

Wir rufen daher alle interessierten Grundschulen auf, sich mit dem Kultusministerium in Verbindung zu setzen und die Möglichkeiten der Teilnahme der eigenen Schule überprüfen zu lassen.

Grundsätzlich können sich auch Eltern – beispielsweise über den Schulelternrat oder die Schulleitung – an das Kultusministerium wenden.

Zum Hintergrund:
Der Fachverband Werte und Normen - ethische und humanistische Bildung in Niedersachsen e. V. hat im März eine Petition zur Einführung von Werte und Normen an Grundschulen beim Präsidenten des Niedersächsischen Landtags eingereicht. Eine Antwort steht dazu noch aus.

Der Humanistische Verband Niedersachsen bietet seit 2015 in regelmäßigen Abständen eine Fortbildungsmaßnahme "Alternative zum Religionsunterricht an der Grundschule – Inhalte und Methoden einer humanistischen Bildung und Erziehung" an.

Sobald ein Lehrplan für das Fach Werte und Normen vorliegt, wird diese Fortbildungsreihe als "Werte und Normen an der Grundschule – Inhalte und Methoden einer humanistischen Bildung und Erziehung" fortgeführt und die Inhalte des Faches zentral berücksichtigen.

Informationen folgen unter
www.hvd-niedersachsen.de
www.fv-wun.de

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Anfang Mai gab es gleich mehrere Medien-Beiträge zum Thema


Hunderte Millionen Steuergeld für ein Unikum im Westen

In Nordrhein-Westfalen gibt in jeder dritten Grundschule die Kirche den Takt vor – obwohl der Staat alles bezahlt. Wie kann das sein?

Das fragte die FAZ am 13. Mai


"Parteien wollen sich nicht mit den Kirchen anlegen"

Welche Rolle haben die Kirchen in unseren Schulen? Die Journalistin und Buchautorin Eva Müller setzt sich in ihren Reportagen und Büchern immer wieder kritisch mit dem Einfluss der Kirchen auseinander. "Es ist politischer Wille, dass die Bekenntnisschulen weiter existieren", sagte sie im Deutschlandfunk.

Eva Müller im Gespräch mit Monika Dittrich


Eltern lehnen sich gegen Bekenntnisschule auf

Darf es sein, dass die Konfessionszugehörigkeit über die Aufnahme an einer Grundschule entscheidet? Rund jede dritte Grundschule in Nordrhein-Westfalen ist bekenntnisgebunden – finanziert aus öffentlichen Geldern. Das polarisiert Eltern zunehmend.

Beitrag von Michael Borgers im  Deutschlandfunk

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FDP, Grüne und Linke in Nordrhein-Westfalen (NRW) wollen einen Philosophie-Unterricht für Grundschüler einführen. Die SPD will erst noch den Bedarf feststellen. Die Christdemokraten sehen diesen von vornherein nicht.

Nach Einschätzung des Humanistischen Verbandes NRW sind die Chancen für eine Einführung des Fachs daher eher gering. Es sei denn, die Eltern machen Druck ...

Hier der ganze Beitrag bei "diesseits"

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